Wehrpflicht? Nein! Tipps zum Verweigern
Das Wehrdienstgesetz kommt – wir stellen uns mit dir dagegen! CDU-Kanzler Friedrich Merz und SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius wollen die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas aufrüsten. Dafür haben sie das Wehrdienstgesetz geändert. Wir von der Linken setzen auf ein Europa als Friedensmacht. Wir verurteilen das weltweite Wettrüsten. Was Merz und Pistorius planen, halten wir für brandgefährlich. Wir fordern Frieden statt Militarisierung! Dafür müssen wir raus aus der Gewaltspirale. Angesichts der Konflikte und brutalen Kriege ist Europa gefragt, entschlossen auf Diplomatie, zivile Strategien und Konfliktlösungen zu setzen. Wir brauchen keine weiteren Militärstiefel! Stattdessen braucht es Geld für Soziales, bezahlbaren Wohnraum und Bildung – nicht noch mehr Rüstung. Statt die Wiedereinführung der Wehrpflicht vorzubereiten, muss die Bundesregierung alles dafür tun, diese überflüssig zu machen. Dafür werden wir Druck machen! Wir stehen angesichts des neuen Wehrdienstgesetzes auf deiner Seite. Dein Leben – deine Entscheidung!
Was kommt auf dich zu?
Das steht im neuen Wehrdienstgesetz:
• 01. Januar 2026: Beginnend mit Jahrgang 2008 müssen
18-jährige Männer ihre persönlichen Fähigkeiten und ihre
Bereitschaft in einem Fragebogen eintragen.
• Für Frauen ist das Ausfüllen freiwillig. Gleiches gilt für
Personen anderen Geschlechts und Männer ab dem
Jahrgang 2001.
• 01. Juni 2027: Ab dem Jahrgang 2008 werden künftig alle
18-jährigen Männer sofort gemustert – ausnahmslos.
• Grundsätzlich gilt: Im „Bedrohungsfall” oder wenn sich zu
wenige Menschen freiwillig melden, kann die Wehrpflicht, die
sogenannte „Bedarfswehrpflicht”, wieder in Kraft treten.
Wie verweigern?
1. Anschreiben verfassen
Stelle einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer. Verfasse dafür ein kurzes Anschreiben, in dem du den Kriegsdienst aus Gewissensgründen unter Berufung auf Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes Verweigerst.
2. Begründung anhängen
Erläutere schriftlich deine persönlichen Gründe – moralisch, religiös, humanitär oder politisch. Beschreibe in der Ich-Form, warum dein Gewissen dir den Dienst an der Waffe verbietet. Keine Textbausteine oder KI-Vorlagen verwenden, sonst droht eine Ablehnung.
3. Lebenslauf beilegen
Fasse deine wichtigsten Lebensdaten in einem tabellarischen Lebenslauf zusammen – Geburtsdatum, Wohnort, Ausbildung etc., den du dem Anschreiben beilegst. Sende alles per Einschreiben mit Rückschein an das zuständige Karrierecenter der Bundeswehr (Rostocker Str. 2, 24116 Kiel).
4. Entscheidung
Dein Antrag wird vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) geprüft. Bei Ablehnung kannst du Widerspruch einlegen oder vor dem Verwaltungsgericht klagen. Lass dich beraten! Wir können dir Beratungsstellen nennen, nimm Kontakt mit uns auf.

