Weitermachen. Gemeinsam.

Das hieß es am letzten Wochenende für mich. Das Amt als Landessprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Linken habe ich im Zuge der Neuwahl des Landesverbands abgegeben. Der neue Landesvorstand hat u.a. Die Aufgabe, die Landtagswahl 2027 vorzubereiten und die Partei in den Wahlkampf zu führen sowie die Mitgliedschaft unserer Partei, die sich in den letzten Jahren mehr als verdreifacht, jünger und weiblicher geworden ist, zusammenzuführen, konfliktfähig nach innen und schlagkräftig nach außen zu machen. Ich gratuliere besonders Jana Lemke und Gerrit Schienke, die als Landessprecher*innen vor einer großen Herausforderung stehen und sicher einen großartigen Job machen werden. Wo immer Ihr Unterstützung benötigt, stehe ich gerne zur Verfügung.

2005 wurde ich Landessprecher der „Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ (WASG), dann 2007 unserer neu gegründeten Partei „Die Linke“. Damals stand der Widerstand gegen die Hartz-Gesetze und der Kampf für den Mindestlohn, der letztlich erfolgreich war, im Mittelpunkt. Wir wollten die Welt verändern, aber die Partei hat sich zu häufig in internen Streitigkeiten zerlegt. Besonders hart war spätestens ab 2017 die Auseinandersetzung mit dem nationalistischen Flügel um Sahra Wagenknecht. Gestützt auf den Rückhalt des gesamten Landesvorstands habe ich mich gemeinsam mit vielen anderen klar dafür ausgesprochen, dass ein Neuanfang nur durch eine Trennung von diesem Flügel möglich ist. Es war ein Kampf um die Existenz unserer Partei, den wir letztlich gewonnen haben. Mit einer gestärkten Linken, mit zwei Bundestagsabgeordneten, Tamara Mazzi und mir, mit vielen neuen Mitgliedern, die unsere Partei bereichern, und vielen, die geblieben sind und den Streit all die Jahre ausgefochten haben, sind wir in Schleswig-Holstein gut aufgestellt, um Die Linke in Zukunft noch stärker zu machen. Die gesellschaftlichen Verhältnisse mit zunehmender Ungleichheit, Klimakrise und der Gefahr von rechts, nicht nur durch die AfD, brauchen eine starke, sozialistische Kraft.

Für mich geht es nun als einfaches Parteimitglied und Bundestagsabgeordneter weiter. Zugleich beginnt für mich als Vater ein neuer Lebensabschnitt, der viel fordert und zugleich eine schöne, bereichernde Herausforderung ist. Gemeinsam mit meinem Team werden wir auch in Schleswig-Holstein zeigen, was öko-sozialistische Politik konkret bedeutet. Als Sprecher für Energiedemokratie und Klimagerechtigkeit unserer Bundestagsfraktion ist es mir ein besonderes Anliegen, Fragen der Vergesellschaftung im Energiesektor, bezahlbare Energie und sozial gerechten Klimaschutz noch enger miteinander zu verbinden und sie zugleich mit Themen zu verknüpfen, die gerade auf kommunaler Ebene eine zentrale Rolle spielen, etwa der Bedeutung von Stadtwerken oder der Rekommunalisierung von Strom- und Wärmenetzen.

Als Vorsitzender des Umweltausschusses eröffnet sich dabei die Möglichkeit, auch für uns als Linke in Schleswig-Holstein neue Türen zu öffnen und unsere Positionen stärker in politische Debatten einzubringen. Die Arbeit als Abgeordneter macht mir, gerade in der neuen Fraktion, derzeit außerordentlich viel Freude. Es ist mir eine große Ehre, diese Aufgabe im Auftrag unserer Partei und für unsere gemeinsame Sache übernehmen zu dürfen.

Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, Ideen für Aktionen oder Veranstaltungen einbringen möchtet oder gemeinsam in Eurem Kreis etwas auf die Beine stellen wollt, meldet Euch jederzeit gern. Meine Tür steht offen – ich freue mich über Hinweise, Impulse und den Austausch mit Euch.
Ihr erreicht mich unter: yberam.orhgva@ohaqrfgnt.qr

Wir sehen uns. Versprochen.signal-2026-02-06-180217_002-1320x742 signal-2026-02-06-180217_003-1320x742