Deutschlandticket darf nicht zum Luxus werden – Bundesregierung setzt falsche Prioritäten
Das Deutschlandticket wird für viele Menschen erneut teurer, während die Bundesregierung gleichzeitig Milliarden für eine Senkung der Spritpreise mobilisiert. Für den Bundestagsabgeordneten Lorenz Gösta Beutin ist das ein falsches Signal: „Die Bundesregierung setzt weiterhin die falschen Prioritäten. Für Menschen, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, wird Mobilität wieder teurer. Gleichzeitig werden Milliarden eingesetzt, um das Tanken billiger zu machen. Das ist weder sozial gerecht noch zukunftsfähig.“ Das Deutschlandticket kostet seit Januar 2026 63 Euro im Monat. Gleichzeitig senkt die Bundesregierung die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis Jahresende. Das Maßnahmenpaket umfasst rund 2,5 Milliarden Euro. „Wir erleben eine Bundesregierung, die an der Lebensrealität vieler Menschen in Flensburg und Schleswig-Holstein vorbeigeht. Gerade bei uns im Norden sind viele Menschen auf das Auto angewiesen, weil der ÖPNV vielerorts nicht ausreichend ausgebaut ist. Die Antwort darauf kann aber nicht sein, fossile Mobilität zu subventionieren. Wir brauchen massive Investitionen in Bus und Bahn, bessere Taktungen und verlässliche Verbindungen.“ Besonders kritisch sieht Beutin den Umgang mit öffentlichen Mitteln: „Der Tankrabatt schafft keine neue Buslinie, keinen zusätzlichen Zug und keinen besseren Takt. Wenn Mineralölkonzerne hohe Gewinne machen, darf die öffentliche Hand nicht einfach mit Steuergeld gegensteuern. Krisengewinne müssen abgeschöpft werden.“ Beutin fordert einen Kurswechsel: „Wir wollen einen nachhaltigen und sozialverträglichen ÖPNV mit dauerhaft bezahlbaren Tickets und einem deutlich besseren Angebot. Mobilität ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Die Menschen brauchen eine echte Alternative zum Auto und genau dafür muss die Bundesregierung endlich investieren“.

