Offshore-Wind in öffentliche Hand!
8.10.2026 – Energieinfrastruktur gehört in öffentliche Hand! Das ist gut für die Beschäftigten, gut für bezahlbaren Strom und gut für das Klima.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Man muss sich das so vorstellen: Der Staat verpachtet Flächen an große Konzerne, die im Wesentlichen ihre Profite mit Öl und Gas machen, und diese Konzerne geben Milliarden dafür aus, dass sie diese Flächen in Ausschreibungen bzw. Auktionen ersteigern. Doch das Problem dabei ist: Wir haben die Situation, dass Konzerne die Projekte dann nicht umsetzen, dass sie nicht bauen. Das haben wir jetzt bei den beiden fossilen Konzernen BP und Total erlebt: Offshore-Windparks mit einer Kapazität von 16 Gigawatt werden höchstwahrscheinlich nicht gebaut werden.
(Beifall bei Abgeordneten der AfD)
Das ist ein großes Problem für den Klimaschutz und für unsere Energiewende insgesamt; denn wir brauchen die Offshore-Windkraft dringend als eine Säule der Energiewende.
(Beifall bei der Linken)
Nun ist das Problem aber bekannt: Es sind die Auktionen bzw. Ausschreibungen und die riesigen Risiken, die damit auf die Konzerne zukommen. Aber was macht die Bundesregierung? Sie schaut weiter zu. Sie will weiterhin an den Auktionen festhalten. Frau Reiche hält daran fest, dass fossile Konzerne weiterhin Flächen ersteigern können, ohne tatsächlich bauen zu müssen. Das ist das Problem.
(Dr. Alaa Alhamwi [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ja!)
Die Lösung liegt jedoch auf dem Tisch – Sie wollen erst in der zweiten Stufe darauf zurückgreifen –: Differenzverträge. Das wäre genau das Richtige. Das würde uns Kosten sparen, und das würde die Risiken beim Bau senken. Genau darauf müssten Sie setzen.
(Beifall bei der Linken)
Das, was Frau Reiche macht, gefährdet zwei Dinge: Es gefährdet erstens die Klimaziele; denn wir brauchen die Windkraft offshore. Und es gefährdet zweitens Arbeitsplätze; denn die Häfen, die Zulieferer, die Stahlindustrie und die Turbinenhersteller brauchen Planungssicherheit. Sie alle brauchen Planungssicherheit, um Arbeitsplätze hier in Deutschland erhalten zu können.
Wir als Linke sagen: Wir wollen die Energieinfrastruktur in die öffentliche Hand geben. Wir sagen: Für den Fall, dass so etwas wie bei Total und BP passiert, brauchen wir eine staatliche Infrastrukturgesellschaft in öffentlicher Hand, die kostengünstig und schnell Offshore-Windkraftanlagen bauen kann. Die kann dann einspringen, wenn BP und Total versagen. Also: Lassen Sie uns diese Offshore-Windenergie-Infrastrukturgesellschaft gründen!
Vielen Dank.
(Beifall bei der Linken sowie des Abg. Dr. Alaa Alhamwi [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])

