Kategorie Klassenpolitik

Eine linke Klimapolitik will den Kapitalismus nicht grün machen. Die Klimafrage ist auch eine Klassenfrage. Im Kapitalismus müssen Ökologie und Klimagerechtigkeit notwendigerweise ein Widerspruch bleiben. Bis zum heutigen Tag hat der Kapitalismus als Wirtschafts- und Gesellschaftsform nicht nur sein glänzendes Versprechen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht eingelöst. Durch die ihm eigene Art des Produzierens, die alles zur Ware macht, die Verschleiß an die Stelle von Dauerhaftigkeit setzt und Wettbewerb statt Kooperation vorschreibt, werden Millionen von Menschen in Armut, Abhängigkeit und Ausbeutung gestürzt.

Das Wirtschaften auf der Grundlage fossiler Brennstoffe bedeutet Gewalt und Zerstörung. Kriege um Öl, um Land, um Handelswege und Absatzmärkte werden aus Wirtschaftsinteressen geführt, sei es zwischen politischen und religiösen Gruppierungen oder zwischen Staaten. Atomkraftwerke, Frackinggas und Kohlenmeiler werden gebaut, weil die Renditen mit diesen schädlichen Formen der Energiegewinnung am größten sind. Die Folge: Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Wüsten breiten sich aus, Millionen Menschen verlieren ihre Lebensgrundlagen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Für uns heißt das: Nur ein Systemwechsel, der den neoliberalen Kapitalismus gleich mit beseitigt, kann die Klima- und Umweltkrise lösen, und der Menschheit so eine Zukunft garantieren.

Letzte Beiträge

Konsequent sozial, für Klimagerechtigkeit und Frieden!

Es geht ums Ganze. Das galt in 2019, das gilt auch in diesem Jahr: Weltweit leben wir in unfriedlichen Zeiten. Kriege werden durch die Staaten Europas mit Waffen angeheizt, Wirtschaftspolitik dient zur Aufrechterhaltung von Ausbeutung und Ungleichheit, die Klimakrise ist Ergebnis einer Wirtschaftsweise, die auf grenzenloses Wachstum und Profit zulasten des Wohles der großen Mehrheit geht.

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Letzter Teil meines Manila-Blogs

Mit brutaler Macht schlägt die Profitgier auch in Manila zu. Ich besuche San Roque, ein Ende der 1960er Jahre gegründeter Stadtteil. Eingeschlossen von nagelneuen Shoppingmalls und Condominio-Wohnblöcken für die Mittelschicht trotzen die Einwohner, die hier seit Generationen leben, der drohenden Räumung. Investoren wittern hier das große Geld, der Staat hilft dabei, Leute rauszuschmeißen.

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